Aachener Dommusik

Die Zoboli-Orgel

Die im Sechzehneck des Aachener Münsters stehende Orgel stammt vom norditalienischen Orgelbauer Cesare Zoboli, der Mitte des 19. Jahrhunderts eine größere Anzahl von Orgeln in der Region Emilia-Romagna erbaut hat.
Das Entstehungsdatum der Orgel dürfte um 1850 liegen.
Die Orgel vereinigt die Elemente der klassischen italienischen Orgel – lückenloser Prinzipalchor, in Einzelregister gegliedert, zusätzlich ein dreifaches Ripieno als Klangkrone. Zusätzlich zum Ripieno kommen typische Register der Romantik hinzu: Viola, überblasende Flöte, Prinzipalschwebung und als Besonderheit eine in Fagott und Trompete gegliederte Zungenstimme.
Das Instrument war an seinem ursprünglichen Aufstellungsort bereits vor mehreren Jahrzehnten unbrauchbar geworden. Das Gehäuse ging damals verloren.
Das Pfeifenwerk sowie die Windladen und die Spieltraktur entstammen jedoch aus der Entstehungszeit.
Der ehemalige Diözesanbaumeister Franz Reidt entwarf das Orgelgehäuse im Stile der oberitalienischen Schrankorgel mit ihren klassizistischen Elementen und Formen.

Disposition:

Manual:    
Prinzipale 8’ Bass/Diskant
Voce Umana 8’
Flauto 8’ Diskant
Ottava 4’ Bass/Diskant
Viola 4’ Bass
Flauto in VIII 4’ Bass/Diskant
Flauto in XXII 2 2/3’ Diskant
Decimaquinta 2’
Flauto in XV 2’ Diskant
Decimanona 1 1/3’
Vigesimaseconda 1’
Vigesimasesta 2/3', XXIX-XXXIII-XXXVI 3fach
Fagotto 8’ Bass
Tromba 8’ Diskant 
 
Pedal:
Contrabassi    16’

Koppeln: Manual an Pedal;
Superoktavkoppel (Terza Mano)
Spielhilfen: Ripieno an/ab; Zungen an/ab

Zoboli Orgel Frontansicht
Zoboli Orgel-Frontansicht
Zoboli Orgel Details
Zoboli-Orgel Details